Was ist guter Website-Content?
Ich habe mich an anderer Stelle schon gefragt, was denn eigentlich “guter” Content sei. Versuch einer Antwort.
Klar ist: “guter” Content ist bei der Promotion einer Website enorm hilfreich, weshalb es sich auch darüber nachzudenken lohnt. Was ich getan habe, und vorerst mit dieser überraschend kurzen und banalen Antwort dastehe:
Guter Content erbringt in den Augen der Zielgruppe einen Mehrwert.
Das Wichtigste daran: ob Content “gut” ist, entscheidet die Zielgruppe und nicht der Verfasser oder eine objektive Instanz. Und offensichtlich muss der Content - ob Artikel, Bilder, Musik, Tool oder was auch immer - einen Mehrwert erbringen (z.B. ein Bedürfnis befriedigen), andernfalls die Zeit der Zielgruppe verschwendet wurde. Was nicht “gut” sein kann, da Zeit die einzige wirklich beschränkte Ressource im menschlichen Leben ist.
Ein Beispiel: nicht selten wird die Boulevardpresse (online & offline) als niederwertig abgestempelt. Finde ich nicht, denn Paparazzi-Fotos von Celebrities scheinen ein riesiges Bedürfnis zu sein (nicht von mir zwar) und bringen einen Mehrwert für gewisse Kreise. Also guter Content. Die Frage der Moral lassen wir mal beiseite…
Das Schwierige ist nun, für die angepeilte Zielgruppe einen solchen Mehrwert zu erstellen. Man wird leider immer wieder daneben liegen, und zudem ist ein Lerneffekt oftmals mangels genügendem Feedback aus der Zielgruppe nicht einfach möglich. Blogger haben es einfach: einen Post schreiben, anderen Bloggern den Link schicken und Reaktion abwarten.
Wie ich so schreibe, nistet sich in meinen zwei bis drei Hirnwindungen eine weitere Frage ein: Welche Inhaltsformate sind für die Erstellung von gutem Content besonders geeignet, resp. welche Formate können im Web einen Mehrwert erbringen? Dazu ein andermal.
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14. März 2007 von Markus Merz
Mit 103bees hast Du ja schon selber einen sehr guten Feedback-Monitor für ‘guten’ (SEO-) Content im Angebot.
Interessant ist, dass Du indirekt die Frage der Form anschneidest. Ich glaube da sind sich viele Webseiten- und Blogschreiber noch gar nicht darüber im Klaren, dass man für guten Content auch eine Form entwickeln sollte/muss. Da sollte man sich wirklich eine Scheibe bei den klassischen Medien abschneiden. Die groben Möglichkeiten sind ganz schön in einem Artikel bei Upload aufgelistet. Die inhaltliche Struktur der einzelnen Formen muss man natürlich für sich selber finden.
Neben der Form/Struktur einer Seite/eines Artikels würde ich auch empfehlen guten Content ‘am Stück’ zu pflegen. D.h. ich sehe jeden meiner Artikel als ‘lebendig’ an und statt einen neuen Artikel bei einem Info-Update zu schreiben, ergänze ich den bereits bestehenden. Wenn es eine gravierende Änderung ist, oder es gerade so gut passt, dann hole ich einen Artikel per aktualisiertem Veröffentlichungsdatum auch wieder nach ‘oben’.
Gut funktionierendes, aber schlecht strukturiertes Beispiel ist mein chaotischer Artikel zu StudiVZ.
Sehr gut funktionierendes und auch mit ganz anständiger Form versehenes Beispiel ist mein Artikel über Neuigkeiten bei Firefox, Thunderbird und Seamonkey.
25. März 2007 von Wingi
Hmmm, ein Blog über Suchmaschinenoptimiertipps hat ev. nur zweitrangig mit echten Content zu glänzen, wenn man die eigenen Tipps konsequent anwendet und Reichweite/Clicks oder das Googleranking als Ziel hat. Andere, für mich interessantere Blog sehen offensichtlich wirklich den in einem anderen Artikel beschriebene Selbstzweck und die Themenverliebtheit als Ziel.
Ein Beispiel einer guten und lesenswerten Schreibart geben die Spielenarren von antigames.de ab. Ein Spiel für eine enge lokale Fangruppe ist wohl der Mittagspausenblog mittagstisch-ka.de aus Karlsruhe.
Ja, ich finde auch, Qualität sollte sich bewähren, aber das ist ja leider nur Wunschdenken, solange mit ungleichen Mitteln um das Gut Aufmerksamkeit im Netz gekämpft wird.
2. Juni 2007 von Martin
Als Betreiber eines Artikel Portales ist man immer auf der Suche nach guten Content oder nach denen die ihn vielleicht schreiben können.
Doch Entscheidet nicht der Leser ob der Content gut oder schlecht ist? Was nütz mir die Illustration mit Bilden und Videos oder brauchbaren Downloads Links wenn der Leser die schon hat oder sich sogar noch beschwert der Artikel wäre überladen alles schon gehabt.
Letztendlich meine ich entscheidet der Besucher sprich Leser was gut ist.
Gruß vom Bodensee
Martin
2. Juni 2007 von Webgreenhorn
@Martin: Absolut korrekt, der Leser/Besucher entscheidet!