Was Besucher wollen - die Unschärfe von Suchbegriffen
Wenn es um Geld geht, will man die Absichten eines suchenden Surfers plötzlich sehr genau kennen.
Meistens geht es doch so: man erstellt eine Website, fügt immer mehr Content hinzu und wundert sich über all die Suchbegriffe, mit denen Besucher über die Suchmaschinen herfinden.
Also mehr ein passives Zuschauen, wer mit welchen Keywords so eintrudelt. Bei meinen PPC-Experimenten läuft’s andersrum: ich stelle mithilfe von Google’s Keywordtool für meine Adwords-Kampagnen Keywordlisten zusammen, die mir Traffic auf eine Landing-Minisite bringen sollen. Wo dann die Besucher im besten Fall eine von mir angestrebte “Konversion” (Kauf eines Artikels bei einem Webshop) vornehmen.
Da nun jeder Klick auf meine Werbung, die zu einem Keyword geschaltet wird, Geld kostet und “weh tut”, beginne ich mir plötzlich sehr genau zu überlegen, ob ich überhaupt Besucher über ein bestimmtes Keyword will. Was wiederum heisst, dass ich die Konversions-Wahrscheinlichkeit für alle Keywords/Suchbegriffe einschätzen und testen muss. Sofern ich nicht auf unrentable Suchbegriffe setzen und Geld verlieren will (will ich irgendwie nicht).
Wie wahrscheinlich es ist, ob ein Besucher von Google auf meiner Seite die gewünschte Aktion/Konversion vornimmt, hängt von seinen Absichten ab. Welche Frage hat er, resp. was ist der Hintergrund seiner Suche?
Und nun kommt schon das Problem: sage mir mal einer, was ein bestimmter Surfer mit “digital kamera” will. Da dies ein allgemeiner Suchbegriff ist, kann er vieles bedeuten. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass der Besucher eine Digitalkamera kaufen will, dürfte sehr klein sein, da viele Surfer so nur Informationen sammeln wollen. Ein typisches “Browsing”-Keyword .
Am anderen Ende der Skala würde etwa der Begriff “canon powershot g7 kaufen” stehen, welcher die Absicht des Surfers sehr viel genauer ausdrückt, und wo die Wahrscheinlichkeit einer Konversion (für den Fall, dass man Digitalkameras verkaufen will) sehr viel höher ist. Ein Beispiel für ein “Buying”-Keyword .
Die Kunst des Suchmaschinen-Marketers besteht nun also darin, den Keyword-Raum einer Nische zu erforschen, zu kennen und die verschiedenen Keyword-Typen bezüglich ihrer Konversionswahrscheinlichkeit einschätzen zu können. Nur dann wird er rentabel sein können.
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25. Juni 2007 von Christian
>>und die verschiedenen Keyword-Typen bezüglich ihrer >>Konversionswahrscheinlichkeit einschätzen zu können.
Kann er in der Regel nur sehr schlecht bis garnicht - Erfahrung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Daher werden die erfahrungen mit den Konversoinsraten gerne untereinander getauscht.
25. Juni 2007 von Webgreenhorn
Yep, Erfahrung hilft! Wenn man sie nicht hat: selbst experimentieren und eigene Erfahrungen machen…
1. Juli 2007 von Markus Merz
Yep, gutes Beispiel! Auch Gegenüberstellungen “Modell 1 Modell 2″ konvertieren wahrscheinlich sehr gut, weil schon eine Meinungsbildung erfolgt ist.
2. Juli 2007 von regelbrecher
Organischer Suchmaschinentraffic ist mir immer noch am liebsten. Neben wiederkehrenden Besuchern wohlverstanden.
Adwords Kampagnen erheben aber den gleichen Anspruch auf die Qualität des Textes und des gesunden Menschenverstandes wie Du das auch beschreibst.
Momentan kommen bei mir Adword nur in Frage, wenn ich mit meinen Key’s auf der ersten Seite Stehe.
Dies ist und bleibt meine erste Priotität.
Ich kann dann auch sicher sein, dass zumindest ein gewisser Teil des Qualitätsanspruchs der Zielseite für Google in Ordnung ist. Sons würde ich ja nicht oben stehen bei diesen Key’s.
Ungeschickte Anzeigenwerbung wie in Deinem Beispiel “digitale Kamera” mag aber für so manchen “grossen” Betreiber eine strategische Massnahme sein, die Anzeigeseite mit seiner Präsenz zu “füllen”.
2. Juli 2007 von Webgreenhorn
Den Quality Score von Google kann man schnell befriedigen, man muss nur eine Website mit mehr als einer Page und ein paar internen Links haben… (meine Erfahrung)
13. Juli 2007 von ML
Google Adwords sollte man auf jeden Fall sehr genau planen, da die Suchenden anscheinend auf alles klicken. - Es gab vor einigen Monaten mal einen Versuch mit Anzeigentexten wie “Wenn Sie hier klicken wird Ihre Festplatte zerstört.” oder “Klicken Sie hier um den Virus herunterzuladen” und ähnlichen Texten. - Komischerweise klickten immer noch sehr viele Leute auf diese Anzeigen…
13. August 2007 von Dirk
es rufen auch noch genug leute 0190 nummern an wenn sie eine kleinanzeige in einer zeitung mit einen jobangebot sehen und da wundert es mich nicht das leute auch anzeigen wie: “Wenn Sie hier klicken wird Ihre Festplatte zerstört.” anklicken
27. August 2007 von Seo
Vor allem ist es wichtig, dass man nicht nach Keywords optimiert, die gar nicht wirklich zur Webseite passt, denn sonst kommen zwar mehr Besucher auf die Webseite, jedoch hat man keinen Mehrwert davon…
29. August 2007 von Sam
@Dirk: Ja, dumme Leute gibt es immer, deswegen ja auch am Besten die Keywords stark auf konversionsversprechende Begriffe (wie z.B. Produkt XY kaufen) eingrenzen, wie ja Webgreenhorn auch geschrieben hat…