SEO mit Google Adwords
Ich bin gerade daran, für 103bees.com Suchmaschinen-Optimierung mit Google Adwords zu betreiben.
Anhand der Ad-Impressionen (d.h. der Popularität der Keywords, zu denen meine Ads eingeblendet werden) zeigte sich, dass ich für die on-page Optimierung auf der Homepage von 103bees nicht den Suchbegriff mit dem meisten Potential gewählt habe.
Nun darf nicht der Fehler gemacht werden, einfach den Suchbegriff mit der höchsten Anzahl Impressionen zu verwenden, selbst wenn man für diesen in die Top-Positionen käme! Denn: es kommt - zumindest bei mir mit 103bees - auf die Konversionsrate an; im Falle von 103bees wäre eine Konversion ein neuer Benutzer.
Die Wahl des optimalen Suchbegriffes für die SEO schliesst eben auch die Konversionsrate ein. Vorausgesetzt, der Text meiner AdWords-Ads beschreibt den Inhalt meiner Website treffend, kann man anhand des Keyword-CTRs (Click-through-rate oder Klickrate) in Adwords die Relevanz eines Suchbegriffes ablesen.
Klicken Besucher für den Suchbegriff mit den meisten Impressionen nur selten auf mein Ad, muss ich meine Site auch nicht für diesen optimieren, weil dann meine Konversionsrate auf der Seite selbst miserabel wäre, obwohl ich vielleicht mehr Traffic hätte. Dann nehme ich lieber einen etwas weniger häufig gesuchten Begriff, dessen CTR bei Adwords höher ist. Insgesamt erhalte ich auf diese Weise mehr neue Benutzer - und dies ist der Zweck der Übung.
Ähnliche Posts, die von Interesse sein könnten:
Hat Dir der Beitrag gefallen? 

20. Februar 2007 von Ole
Interessanter Post. Allerdings mit zwei Fehlern:
Die CTR bezieht sich bei Adwords immer auf den Traffic eines Keywords in Verbindung mit der Google-Anzeige, auf die geklickt wird. Um uns Rückschlüsse auf den Traffic von Bees zu geben, müsste das Ad also “genau” die 103bees-Seite wiederspiegeln, was es nicht kann.
Jeder mit Adwords-Erfahrung weiß, das selbst ein einziger, groß oder klein geschriebener Buchstabe im Ad, die CTR gewaltig ändern kann.
Daraus ergibt sich, das die Rückschlüsse auf das Keyword nur für die Kombination Keyword-Ad und nicht für deine Webseite zählen.
Ich stimme aber zu, das diese Daten hilfreich sein können. Besonders, wenn über viele verschiedene Anzeigen hinweg ein gleichbleibender Trend im Bezug auf die unterschiedlichen Keywords gesehen wird.
Zweitens ist die CTR völlig unabhängig von der Konversionsrate. Deshalb ist das Conversion tracking ja so wichtig.
Du solltest unbedingt Conversion tracking einrichten und dann mit echten Konversionsdaten dein Urteil bilden.
20. Februar 2007 von Webgreenhorn
Eben WEIL der Adwords CTR in Verbindung mit Traffic eines Keywords und dem Ad steht, ist der CTR interessant. Nicht die Kommastellen, aber wenn für Keyword A der CTR bei sagen wir 1% liegt, und bei Keyword B bei 7%, dann muss ich mir genau überlegen, ob ich meine Seite für Keyword A Suchmaschinen-optimiere. Voraussetzung: das Ad ist das gleiche und beschreibt den Inhalt meiner Seite gut.
Es kommt nicht auf die absolute Zahl des CTR’s an, sondern wie die CTRs der Keywords relativ zueinanderstehen. Deshalb ist auch egal, ob ein Grossbuchstabe mehr oder weniger (auf den es sonst ankommt!) im Ad steckt.
Der CTR korreliert in diesem Beispiel schon mit der Konversionsrate, da der Ad-Text den Inhalt meiner Seite möglichst genau wiedergeben soll. Ein Besucher, der auf dieses Ad klickt, ist am Inhalt meiner Seite grundsätzlich interessiert.
Natürlich sind diese Daten nicht geeignet als Messung der Konversionsraten (für das gibt’s ja das Tracking), sondern um abzuschätzen, welche Keywords die beste Konverionsrate ergeben dürften und für welche Keywords die Seite geSEOt werden soll.
21. Februar 2007 von Ole
Leider hast du mich nicht verstanden.
Wir haben drei Daten:
Erstens:
Die Keyword-Impressions. Sie geben dir Aufschluss über die Suchanfragen für dieses Keyword bei Google. Sehr nützlich.
Zweitens:
Die CTR. Sie gibt Aufschluss darüber, mit wie viel Interesse der Traffic, der von einem bestimmten Keyword kommt, auf deine Anzeigen reagiert. Dieses kannst du nicht vollständig auf den Traffic dieses Keywords auf deiner Webseite übertragen. Mit etwas Geduld ,Feingefühl und Zeit lässt sich diese Informationen jedoch aus den Adwords-Kampagnen erahnen.
Es handelt sich jedoch immer nur um das Interesse eines bestimmten Keyword-Traffic auf eine ganz bestimmte Anzeige. Wenn bereits ein Groß- oder Kleinsetzen eines einzigen Buchstabens diese CTR massiv beeinflussen kann, sollte dir das zu verstehen geben, dass du auf keinen Fall diese Anzeige mit deiner Webseite gleichsetzen kannst.
Drittens,
selbst wenn das der Fall wäre, würde die CTR nur das oberflächliche Interesse des Traffic eines bestimmten Keywords auf deine Webseite anzeigen. Oder, wie du sagst:
Nicht aber zeigt die CTR ob dieser Besucher auch ein neuer Nutzer von 103bees wird. Das wäre die Konversionsrate.
Die Konversionsrate lässt sich zwar messen, aber aus keinen anderen Daten errechnen. Und schon gar nicht abschätzen.
Controlling ist der wichtige Punkt, der die Online-Spreu vom Weizen trennt, und eine gute von einer sehr guten Adwords-Agentur unterscheidet.
Und im Controlling darf man niemals schätzen, nur harte Fakten zählen. Wer einmal gesehen hat, wie eine wenige Pixel große Änderung die gesamte Konversionsrate einer Seite drastisch ändert, weiß das.
Ich will damit nicht sagen, dass dein Ansatz falsch ist. Im Gegenteil. Er ist sehr intelligent. Selbst wenn eine Adwords-Kampagne genauso viel kostet, wie sie an neuen Kundengewinnen einbringt, macht man bei richtigem Controlling am Ende einen großen Gewinn. Eben wegen dieser Daten, die dann nutzbringend für die Website umgesetzt werden.
Nur bitte verwechsele nicht CTR und Konversionsrate. Das ist ein großer Fehler.
21. Februar 2007 von Webgreenhorn
Wir verstehen uns tatsächlich nicht… das, was Du sagst, ist mir alles sonnenklar. Aber ich scheine meinen Punkt nicht rüberbringen zu können
Ich versuche es nochmals ganz kurz: Mit dieser AdWords-Methode will ich kein Controlling betreiben oder CTRs und echte Konversionsraten messen, sondern rausfinden, für welche Suchbegriffe ich meine Seiten Suchmaschinen-optimieren soll. Indem ich eben das Interesse von verschiedenen Suchbegriff-Traffics auf das SELBE Ad vergleiche.
Anyway: die Methode funktioniert hervorragen, und hat mir gezeigt, für welche Keywords ich auf 103bees das beste Produkt aus Traffic mal Konversionsrate (=Anzahl neuer Besucher) erwarten darf. Messen und damit hoffentlich meine Schlüsse aus Adwords bestätigen muss ich das noch mit sauberem Conversion tracking.
19. August 2007 von Marsa
Ich habe seit kurzem ein
Ad geschaltet der zu meiner Seite linkt die unheimlich viel Kontent und sehr detallierte Informationen auf allen Seiten und Unterseiten bietet. Der Text im Ad beschreibt sehr gut den Service der angeboten wird, doch woher kommt ein CTR von 0,5 ?
Kann es sein, daß es auch vom Klickbetrug beeinflusst wird?
Habe alle Seiten bei Analytics eingerichtet und was mir sehr zu denken gibt ist die Tatsache, dass jede Seite zu 70%(tagtäglich) nur von 0-10 Sekunden besucht wird. Das kann doch nur Klickbetrug sein der den CTR-Wert bei 0,5 hält oder?
20. August 2007 von Webgreenhorn
@Marsa: Achtung, der CTR in Google Adwords sagt nur darüber etwas aus, ob die Surfer Dein Ad interessant finden! Wenn das Ad zudem auf tiefen Positionen rangiert, ist der CTR ebenfalls tiefer, als er auf Position 1 sein würde. Vielleicht hast Du mit Deinem Ad kein Bedürfnis angesprochen?
4. April 2008 von Iris
Bei google-Analytics kann man schön die Abhängigkeit der Zeit sehen, wie lange jemand auf der Seite verbleibt. Bei einer hohen Absprungrate auf der ersten Seite, habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies häufig vom Design der Seite kommt. Mit mehreren getesteten Designs war auch die Absprungrate extrem unterschiedlich.
23. Juli 2008 von Pati
Hy, ich bin der Meining das adwords eine sehr gute und aufschlussreiche Sache sind, wenn man es versteht. Man kann aus diesen Daten wirklich viele Schlußvolgerungen ziehen. Ich verstehe aber auch das es nicht für jeden leicht ist damit zu arbeiten aber da gibt es auch schon viele hilfreiche Programme um das zu vereinfachen.