Folter an Gummibärchen - der Sonderbericht
WARNUNG: Der folgende Post ist gewaltverherrlichend und nichts für Leute mit schwachen Nerven. Ich habe mich deswegen auch gut abgesichert, denn laut Genfer Konventionen ist die Folter an Gummibärchen nicht explizit verboten.
Blogger mit Nerven aus Drahtseilen hingegen werden sich vielleicht aufgrund meiner Experimente zu eigenen weiterführenden Tests inspirieren lassen. Wer also nach diesem Post Ideen für weitere interessante Versuchsanordnungen entwickelt, soll in seinem Blog darüber berichten und mich davon in Kenntnis setzen, sodass ich hier eine umfassende Sammlung über die Widerstandsfähigkeit von Gummibärchen zusammentragen kann.
Eines noch vorweg: ich hege keinen Zorn gegen die Gattung der Gummibärchen (”ursus gelare”?), die hier beschriebenen Belastungstests (vulgo: “Folter”) waren aus rein wissenschaftlicher Neugierde motiviert. Obwohl, einen minimalen Groll gegen die Viecher regt sich schon in mir, denn ich fress’ sie entgegen besseren Wissens vor jedem Kinofilm und mir wurde noch immer schlecht davon.
Hier die Ausgangslage der Versuche, ein typischer Vertreter aus der Spezies, zufällig herausgerissen aus seinem sozialen Umfeld (aus einer Packung der Marke ‘Haribo’, glaube ich):

Ungemein lecker aussehend und einen leichten Geruch von Red Bull verströmend, widerstand ich meinem natürlichen Kaureflex und führte mit diesem Exemplar Dehnübungen auf der Streckbank durch. Das Resultat sah wie folgt aus:

Das Versuchsbärchen liess sich ohne weiteres auf das Zweifache seiner Körpergrösse stretchen - ungemein zäh im Nehmen also. Nur leichte orangenhautartige Risse im Bereich der Ohren, des Halses und der Füsse zeugen von diesem Stresstest. Respekt!
Im darauffolgenden Versuch bewies der Proband weiter seine Zähigkeit: ein Sturz aus einem Meter Höhe (auf Menschen umgerechnet entspräche dies einem Sturz aus ca. 80 Meter!) hinterliess keine bleibenden Schäden. Anders sah derselbe Sturz im tiefgefrorenen Aggregatszustand aus:

Die tiefen Temperaturen im Gefrierfach setzten dem Bären nicht sonderlich zu, ausser dass er etwas “steifer” wurde… die Gummimasse zersplitterte aus gleicher Fallhöhe jedoch dann regelrecht (noch heute verkleben sich auf dem Küchenboden zurückgebliebene Kleinstsplitter ekligerweise in meinen Socken). Behelfsmässig liess er sich - einmal aufgetaut und wieder mit seiner typischen Grundklebrigkeit ausgestattet - für den Folgetest wieder zusammenkleben.
Insgesamt muss man also im Sinne eines Zwischenfazits feststellen, dass wir Gummibärchen wohl zu den härtesten Lebewesen zählen müssen. Erst am Ende meiner Versuche stiess ich dann auf die Achillesferse der Gummibärchen: hohe Temperaturen. Bereits eine Minute im heissen Wasserbad zeigt eine verheerende Wirkung:

An dieser Stelle musste ich die Versuchsreihe abbrechen, da der Gummibär als solcher nicht mehr erkennbar war…
Seine späte Rache: mein Geschirrspüler biss sich die Zähne an der Gelatinenmasse auf dem Versuchsteller aus. Spätestens jetzt habe ich dem Verzehr von Gummibärchen abgeschworen, denn meinem Magen will ich diese superklebrige Masse nun wirklich nicht mehr antun!
Ein Hinweis an die Blogger der deutschen Blogosphäre: dieser Bericht eignet sich nicht als Lesetipp für Eure Leserschaft, da sich diese daran stossen und sich von Euren Blogs abwenden könnte. Ich hab’ Euch jedenfalls nun gewarnt…
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24. September 2007 von Elmar
jetzt aber mal ehrlich, ohne Quelltest ist diese Versuchsreihe unvollständig… wie konntest du das nur weglassen!
24. September 2007 von prinzzess
brutal!
und wo ist da amnesty?
dass es sowas in germany gibt.
ich bin erschüttert und muss da gleich mal einen prangernden bericht schreiben!
24. September 2007 von free sms
wie kommt man auf solch eine idee???
Pingback von Prinzzess`Allerlei » Prinzzess deckt auf: Folter in Deutschland!
Pingback von Gummibärchen selber machen « KA€F€RCH€N´S …
28. September 2007 von Paddy
He he he…
Ich bin aber etwas enttäuscht. Ich hätte mehr und vielseitigere Tests erwartet. Komm, das kann noch nicht alles gewesen sein.
28. September 2007 von Webgreenhorn
@Paddy: nach diesen Tests hat sich das Mitleid in mir geregt, meine Nerven machen das nicht mehr mit…. ich bin auch nur ein Mensch!
28. September 2007 von Paddy
Memme!
30. September 2007 von pkv
hitze und gummibärchen!
1996 im sommerurlaub italien abends mit dem auto angekommen, gleich ins hotel wunderbare nacht gehabt.
am nächsten morgen das dilemma, die kinder hatten am vorabend die gummibärchen kreuz und quer auf der hutablage verstreut. resultat: ein bunter klebriger fleckenteppich!
kann nur sagen: und erwachsene ebenso!
mfg pkv
30. September 2007 von Georg
Das arme Tier!
4. Oktober 2007 von Janine
Du solltest deinen Test erweitern und ein richtige hochwissenschaftliche Versuchsreihe daraus machen. Ersten mußt du die unterschiedlichen Farben testen, schmilzt der Rote schneller als ein Gelber? Wer ist elastischer grün oder weiß. Dann mußt du zu jeder Sorte auch eine gewisse Anzahl an Probanden verwenden, von jeder Farbe bestimmt 10 Stück, damit die Ergebnisse auch repräsentativ sind. Als letztes solltest du die wichtigste Frage auch noch klären, nämlich ob sich die Tests auf den Geschmack der jeweiligen Gummibärchen auswirken… da mußt du dann wohl oder übel selber wieder ran, für die Wissenschaft!!!!!
5. Oktober 2007 von Webgreenhorn
@Janine: ich halte aber die nervliche Belastung nicht mehr aus, Tiere derart zu quälen. Das wäre ein zu grosses Opfer im Sinne der Wissenschaft…