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Besucherverhalten - die Zukunft des Ranking-Algorithmus

Wohin der Ranking-Algorithmus von Google und damit verbunden die Suchmaschinen-Optimierung (SEO Search Engine Optimization) in Zukunft gehen werden.

Google ist ja doch auch nur ein gemeines (im Sinne von gewöhnlich!) Unternehmen und muss sich - sofern es längerfristig überleben will - stetig weiterentwickeln.

Allem voran muss Google die Qualität seiner Hauptdienstleistung - die Suche, resp. die Suchresultate - weiter verbessern. Schlussendlich geht es für Google also darum, ihren Ranking-Algorithmus (immerhin den Grundpfeiler des Unternehmens!) zu verfeinern.

Heute redet man als Webmaster/SEO in Zusammenhang mit dem Ranking-Algorithmus hauptsächlich von Dingen wie Anzahl und Qualität von Backlinks, Keywords, Linktexten und Ähnlichem. Jedoch wird dies - eine freche Behauptung von mir - über kurz oder lang nicht mehr genügen.

Denn Google wird von seinen Kunden, d.h. uns den Suchenden, daran gemessen, wie relevant und nützlich die ersten Suchresultate sind. Anhand der Anzahl und der Qualität von Verweisen (Links) die Autorität und anhand des Contents sowie der internen Verlinkung das Thema und die Struktur einer Website zu bestimmen, kann nur der Anfang sein.

Wenn Google es nicht schon heute tut, wird meines Erachtens in naher Zukunft auch das Verhalten der Besucher auf den Webseiten in den Ranking-Algorithmus einfliessen müssen. Unter anderem werden Faktoren einbezogen werden, wie etwa:

  • Verweildauer: Wie lange verweilen die Besucher auf einer einzelnen Seite?
  • Klickpfade: Springen Besucher sofort wieder ab oder schauen Sie sich noch weitere Seiten an?
  • Bewertung: War die besuchte Seite nützlich und relevant für ihre Suche?

Eine Utopie? Denkste: Google kann/könnte diese Faktoren schon heute in die Ermittlung des Rankings einbeziehen. Und zwar mittels der Google-Toolbar, welche das Surfverhalten exakt aufzeichnen kann/könnte und mit der Partnerschaft mit StumbleUpon. Dazu muss die Toolbar unter den Surfern nicht einmal eine 100%ige Verbreitung haben, es gibt hierfür die Möglichkeit der statistischen Hochrechnung.

SEO wird damit nicht verschwinden. Aber die Tage, in denen man alleine mit SEO jeden Mist in die vorderen Ränge bringen konnte, dürften wohl gezählt sein. In Zukunft wird SEO entscheiden, welche von einer Auswahl an nützlichen Website zuvorderst steht.

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Kommentare

  1. 20. Oktober 2006 von Günni

    Sowas sollte doch auch schon über Cookies möglich sein. Niemand weiß wo Google schon überall die “Programmierfinger” drinne hat.
    Sozial Ranking ist meiner Meinung nach der beste und ehrlichste Weg für eie Suchmaschinenposition.
    Und die meisten Einfluß-Faktoren sind doch schon jetzt abrufbar.
    Und garantiert wird ein guter SEO auch hier seine Möglichkeiten ins Spiel bringen, und wenn er “nur” 5.000 URL’s hostet, um ein solches Sozialgefüge zusimulieren.
    Der nächste Step wird dann der Zusammenschluß von SEO Netzwerken sein

  2. 15. Januar 2007 von Ole

    Die amerikanischen Cracks sind sich sicher, dass Benutzerverhalten bei Google ausgewertet wird. Auch ich stimme da voll und ganz zu. Wenn Google es nicht täte, bräuchten die mal eine Gehirnuntersuchung.

    Die Verweildauer eines Besuchers auf einer Seite und ob er überhaupt wiederkommt um weiter zu suchen oder ob er nach etwas anderem sucht, entscheidet natürlich über das Ranking einer Seite in den SERPS.

    Das ist auch der Grund warum eine gute Adwords-Kampagne, entgegen der allgemeinen Meinung, sehr häufig einen Anstieg in den Suchergebnissen nach sich ziehen kann.

  3. 15. Januar 2007 von Webgreenhorn

    Hmmm… interessanter Gedanke. Dürfte aber nur für Sites wirken, die noch ein tiefes Ranking haben und noch zu wenig Werte betreffend Aufenthaltsdauer an Google liefern, oder?

  4. 16. Januar 2007 von Ole

    Ja, wenn du z. B. in einem umkämpften Sektor operierst und man dich nur schwer in den SERPS findet, deinen Seite aber trotzdem guten Inhalt enthält, der Besucheraufmerksamkeit fängt, dann bietet dir eine Adwords-Kampagne sozusagen die Chance Google das zu beweisen.

    Aber der Effekt ist immer da. Auch für eine bestehende Seite, die bereits lange Daten an Google liefert.

    Übrigens werden natürlich auch die Daten der durch Google-Analytics überwachten Seiten, der Google personalisierten Suche und von Google-Desktop so genutzt. Das ist kein Geheimnis und steht in den jeweiligen Nutzungsbedingungen.

  5. 28. Februar 2008 von Suchmaschinenoptimierung

    ich denke google möchte geld verdienen, und es wird alles gemacht um mehr gut zahlende kunden an adwords zu leiten..

  6. 16. April 2008 von Bernd

    Schade ist es eigentlich, denn es macht uns SEOs die Arbeit nicht gerade leichter. Aber wiederrum ist es auch richtig, wenn diese Möglichkeiten irgendwann einmal geschaffen werden. Noch können wir aber getrost so weiter machen wie bisher…

  7. 14. Mai 2008 von Tommy

    Mittlerweile ist es aber schon nicht mehr so ganz einfach. Die aktuellen Serps Schwankungen bringen ganz schön viel Arbeit und verlangt nach neuen Strategien.

  8. 27. Juni 2008 von Schmelnikseo

    Zum Thema Verweildauer stimme ich voll und ganz zu, denn wenn die Seite relevante Inhalte bietet, müsste der Besucher diese auch lesen. Wenn das nicht der Fall ist spring er ab, also nicht relevant. In diesem Fall hab ich das Design ausgelassen, das einen auch abschrecken kann.

    Ich bin mir auch sicher, dass Google dies schon längst entwickelt hat und das Algo noch im Testlauf ist.

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