Besucher-Statistiken als Suchtmittel
Ok, die Erfassung und Auswertung von Besucher-Statistiken ist ein erfolgsentscheidendes Muss. Aber die vielen schönen Zahlen und Charts können - wenn man nicht aufpasst - Webmaster besonders in den jungen Tagen einer Website ganz schön süchtig machen. Der Versuchung, sich viertelstündlich beim Counter-Anbieter einzuloggen und nachzuschauen, ob sich neue Besucher auf der Homepage eingefunden haben, ist nur schwer zu widerstehen.
Gebannt wird dann auf die Balken geschaut und verglichen, ob es mehr Besucher als am Tag zuvor waren. Da ja zu Beginn noch nicht so viel läuft, stellt sich jedoch rasch eine gewisse Frustration ein und die Statistiken werden zunehmend seltener konsultiert. Wahrscheinlich entspricht dies einer typischen (und natürlichen) Entwicklung, ich will gar nichts dagegen sagen. Aber was ist ein gutes Mass, und wann werden Besucher-Statistiken zur Plage?
Eine allgemeingültige Regel lässt sich wohl kaum aufstellen, hier wie ich es tu’: ich checke (fast) täglich in der Besucher-Übersicht des Vortages, ob sich was Besonderes getan hat, rein aus Neugier. Ob ein anderes Blog - wie kürzlich geschehen mit dem Neujahrs-Post - einen Link auf meine Website gesetzt hat und deswegen ein kurzfristiger Besucher-Anstieg zu verzeichnen war. Wenn ein neuer Referer entdeckt wird, lässt sich dies unter Umständen weiter verwerten: Wenn ein Blogger in einem Post einen Link gesetzt hat, kann man sich bei ihm bedanken und ev. sogar nachfragen, ob er einen auf seine Blog-Roll nimmt. Ob der Web-Server während längerer Zeit down war, merkt man in den Statistiken übrigens auch…
So einmal in der Woche guck’ ich mir die verwendeten Suchbegriffe an, was immer wieder für Überraschungen gut ist und für die Suchmaschinen-Optimierung bei viel Content wertvoll ist. Auch die Klickpfade der Besucher sind interessant für die Optimierung der Website. Und nun merke ich, dass ein einzelner Post bei Weitem nicht ausreichen würde, um zu beschreiben, was man aus Besucher-Statistiken für wertvolle Informationen gewinnen kann, und welchen Nutzen diese haben. Ich werd’ also dem Thema noch weitere Posts spendieren.
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27. Juni 2006 von Michael Glockenmeier
Yep,
das Gucken in den Statistiken meiner Websites gehört nun auch zu meinen Leidenschaften. Es ist ja auch sauspannend, zu wissen, ob man (die eigenen Webseiten) gefunden wird …
Gruß,
Michael Glockenmeier